Der einzige Weg für einen politischen Häftling mit der Gefängnisleitung der STASI-Sonderstraftanstalt Bautzen II in Kontakt zu treten, bestand darin, einen Bittzettel zu schreiben. Dieser Zettel lag aber nicht aus, sondern musste erst mit einer Bitte erbettelt werden. Nach Erhalt eines max. A5-großen Bittzettels durfte der Strafgefangene seine Bitte schriftlich formulieren.
Es lag dann natürlich im selbstherrlichen Wollen irgendeines STASI-Offiziers, dem Anliegen des politischen Häftlings Gehör zu schenken.
Tipp: Zwischen Bautzen und Workuta : totalitäre Gewaltherrschaft und Haftfolgen / zsgest. und hrsg. von Klaus-Peter Graffius ... - 2., erw. Aufl. mit einer Bewertung aus russischer historisch-juristischer Sicht. - Leipzig : Leipziger Univ.-Verl., 2004. - 237 S. : graph. Darst. ISBN 3-937209-76-X

