Zeitgleich mit dem entstehen der East Side Gallery entstand die West Side Gallery. Während auf der dem Osten zugewandten Seite der ehemaligen Hinterlandmauer des „Antifaschistischen Schutzwalls“ das organisierte Kunstprojekt East Side Gallery entstand, lagen auf der westlichen Seite Müll, Autoschrott und Sandberge an der Mauer, nebst einer Wagenburg, die einen Besuch dieser Seite zu einem Abenteuer machten, denn die dort hausenden sahen dieses Berliner Areal als ihren Privatbesitz an.
Unabhängig davon entstanden hier wilde Graffiti und Kunstwerke, die Aufgrund ihrer Spontanität und Wildheit bei weitem mehr an die Kunst an der Berliner Mauer erinnerten, als die wohlmeinenden Kunstwerke auf der Ostseite.