Kamera, Ton u. Edit: © Ralf Gründer, Berlin (13. August 2023)
Produktion: DDT - Das freie Dokumentarfilm-Team, Berlin
Es sprechen Pfarrer Thomas Jeutner und Stiftungsdirektor Prof. Dr. Axel Klausmeier.
Anschließend wird das ehrenamtliche Engagement von Dr. Ortrud Hamann und Ute Zimmermann gewürdigt, die seit Jahren die Kapelle der Versöhnung für Besucher offen halten.
Zur Erinnerung an das SED-Mordopfer Hildegard Trabant († 18. August 1964) wird aus dem Mauerbuch der Toten gelesen.
Schwurgerichtsanklage 2 Js 26/90 (Erich Honecker, Erich Mielke, Willi Stoph, Heinz Keßler, Fritz Strelitz, Hans Albrecht)
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Fall 12 Hildegard Trabant
Am 18. August 1964 versuchte die am 12. Juni 1927 geborene Hildegard Trabant gegen 18.50 Uhr in Berlin die Grenzanlagen durch Flucht nach Berlin (West) zu überwinden.
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Sie begab sich ins Grenzgebiet. Vor einem nahenden Grenzsoldaten versteckte sie sich zunächst in einem Gebüsch. Der Grenzposten entdeckte sie jedoch und rief sie an. Daraufhin lief die Flüchtende davon. Sie wurde sofort aus ca. 150 m Entfernung mit einer Maschinenpistole Kalaschnikow unter Beschuß genommen. Sie brach tödlich getroffen zusammen.
Nach der Überführung ins Krankenhaus wurde der Todeseintritt bestätigt.
Die am 20. August 1964 erfolgte Leichenöffnung Befunde ergab u. a. folgende Todesursache:
„Bauchdurchschuß mit Zertrümmerung des rechten Leberlappens.
Wie den Obduzenten bekannt wurde, soll auf die Betroffene aus einer Entfernung von etwa 150 m ein Schuß abgegeben worden sein. Etwa 1 Stunde später sei in einem Krankenhaus der Tod eingetreten.
Der Vergleich beider Schußöffnungen ergibt, daß es sich bei der Verletzung am Rücken, in deren Bereich sich tief in die Wundhöhle hineingeschleuderte Textilfasern sowie ein Dehnungsriß der Haut, Schürf- und Schmutzsaum finden, zweifelsfrei um die Einschußöffnung, bei der beschriebenen, rechtsseitigen Oberbauchverletzung hingegen um den Ausschuß handelt. Das Geschoß hat sowohl vorn als auch hinten den Körper unmittelbar unterhalb des rechten Rippenbogens durchdrungen und vorn zu einem Zwerchfelleinriß geführt, der als Ursache der rechtsseitigen
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Gasbrust anzusehen ist. Die nahezu vollständige Zertrümmerung des rechten Leberlappens, der von hinten nach vorn durchschlagen wurde, zeugt von der erheblichen hydraulischen Sprengwirkung, die von dem Projektil ausging. Durch diese Erscheinung sind auch die Lungenprellung und Zerreißung der rechten Nebenniere zu erklären.
Das Geschoß hat, wie der Lage der Schußöffnung zu entnehmen ist, den rechten Oberbauch in einem von hinten nach vorn leicht ansteigenden Verlauf durchdrungen (aus der Länge des Schußkanals und der Höhe der Schußöffnungen läßt sich ein Winkel von ca. 25 Grad errechnen). Gleichzeitig verläuft der Schußkanal dabei in einem kleinen Winkel von hinten außen nach vorn innen.“
Tipp: ...