Geschichte der Berliner Mauer, -kunst, Bernauer Straße und Post Berlin Wall Art
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- Written by: Ralf Gründer
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Nachdem der Student Bernd Lünser (* 11. März 1939 in Berlin; † 4. Oktober 1961 Bernauer Str. 44, Berlin) in den Tod gestürzt war, schrieb ein Unbekannter dieses Graffito auf die Berliner Mauer, die hier besonders stark aufgebaut war, um Durchbrüche mit schweren Fahrzeugen von Ostberlin nach Berlin (West) zu verhindern.
Dr. William McBurnie, Präsident von „Voice of America“ besuchte am 12. August 1965* Berlin (West) und platzierte dieses Graffito auf der Sperrmauer vor der Versöhnungskirche. Nur wenige Tage später übertünchten unbekannte das Graffito „DIE MAUER MUSS FALLEN“ mit weißer Farbe.
* „Niemals mit der Mauer abfinden“, Der Tagesspiegel, S. 2., Nr. 6055, Freitag, 13. August 1965
Tipp 1: Berliner Mauermalerei : ein dokumentarischer, multimedialer Spaziergang entlang der Berliner Mauer in der Zeit vor und während des Mauerfalls 1989 ; [CD-ROM] [CD-ROM]. - Berlin : Gründerzeit Verl., [1999]. - 1 CD-ROM + 1 Beih. - Systemvoraussetzungen: Windows 95/98; 486 PC 100 MHz; 32 MB RAM, besser 112 MB; Soundkarte 16 Bit; CD-ROM-Laufwerk (double-speed); Grafikkarte 800x600 Pixel, True Color. - USK: Info- Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG / Eigenvergabe 109j.ISBN 3-9806893-0-1
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Berliner Mauerkunst
... entstand und existierte in der Zeit von September 1961 bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989.
Diese Kunst war dadurch charakterisiert, dass
- sie illegal, d.h. verboten war!
Die Mauer war militiärisches Sperrgebiet der DDR und ihre „Unverletzbarkeit“ sollte durch ca. 8000 Soldaten der Grenzpolizei bzw. der Grenztruppen der NVA gewährleistet werden. Das wichtigste Element dieser Sperre war der Mensch, der ausgerüstet mit dem Schießbefehl den Auftrag hatte, „Grenzverletzer“ zu „vernichten“.
- sie grenzüberschreitend war!
Graffiteure und Künstler übertraten von West-Berlin aus die Sektorengrenze bzw. die „Staatsgrenze der DDR zu Berlin (West)“, um ihr Werk an der Mauer zu realisieren.
- sie spontan und unorganisiert war.
Graffiteure und Künstler agierten auf eigene Initiative, ohne finanzielle Förderung und ohne staatliche Genehmigung. Ihre Werke unterlagen keiner Zensur. Ob man die Werke der Malwettbewerbe des Museums Haus am Checkpoint Charlie zur Mauerkunst rechnen kann, sei dahingestellt. Sie erfüllen nur das Kriterium des illegalen Überschreitens der 'Grenze' und gegebenenfalls des Agierens an der 'verbotenen Mauer'.
Mit freundlicher Genehmigung der BEWEGT BILDER composition
Post Berlin Wall Art
Unter „Post Berlin Wall Art“ verstehe ich Kunst, die nach dem Fall der Mauer, bzw. nach der deutschen Vereinigung am 3. Oktober 1990 entstanden ist. Die Kunst in der Zeit vom Mauerfall bis zur Vereinigung beider Deutscher Staaten kann auch als Kunst der Wendezeit betrachtet werden.
Zu diesem Zeitpunkt hatte
- die Mauer aufgehört ein militärisches Sperrobjekt zu sein.
- die Kunstaktion an der East Side Gallery war nicht grenzüberschreitend, sie war sogar vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR genehmigt worden. Das Malen an der Mühlenstraße in Friedrichshain war somit legal.
- es war keine spontane Aktion,
... sondern eine organisierte, die einem Presseaufruf des Ideengebers Dave Monty folgend, Künstler zur Teilnahme aufforderte. Teilnehmenden Künstlern wurden Verträge vorlegt, Honorare versprochen und Rechte für fünf Jahre abgeluchst. Vor der Teilnahme mussten Dave Monty Entwürfe vorgelegt werden, die dann ausgewertet wurden; einerseits sollten sich die Gemälde nicht „beißen“, andererseits unterlagen sie einer gewissen Zensur, denn das Ministerium für nationale Verteidigung der DDR wollte keine provokativen Inhalte auf der Mauer sehen.
Tipp: Berliner Mauermalerei - ein dokumentarischer, multimedialer Spaziergang entlang der Berliner Mauer in der Zeit vor und während des Mauerfalls 1989
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