Prinzipschema
Synonyme: Antifaschistischer Schutzwall, Innerdeutsche Grenze, Schandmauer, KZ-Mauer, KZ-Wand, SED-Mauer
Grafik »GVS Nr. G/079659«, Quelle: 2 Js 26/90 - Schwurgerichtsanklage, Seite 442 (1), »Geheime Verschlußsache!«.
Sicht und Schussfeld
Hingegen der Behauptung eines ehemaligen Regimentskommandeurs,
dass die Schusswaffen nur innerhalb des »Handlungsbereichs«
der Grenztruppen angewendet werden darf, und dieser befand sich im Raum zwischen der
hinteren (Hinterlandmauer bzw. -zaun) und der vorderen Begrenzung (Vorderlandmauer bzw. -zaun)
der Todeszone, veranschualicht die Grafik (oben),
dass das Schussfeld bis an die »Staatsgrenze« heranreichte.
Die Schusswaffengebrauchsbestimmungen sahen also vor, dass auch im Bereich ‚westlich’
der vordersten Begrenzung bis hin zur Staatsgrenze die Schusswaffen angewandt werden mussten.
Grenzmeldentz (GMN)
Innerhalb des Handlungsbereichs der Grenztruppen sowie im Schutzstreifen
befand sich ein Grenzmeldenetz (GMN). Um Kommunizieren zu können,
führten die Grenzsoldaten einen Hörer mit Steckkontakt am Mann,
den sie zur Verbindungsaufnahme in das Grenzmeldenetz einsteckten.
Die altmodisch anmutende Kommunikationstechnik hatte den Vorteil, dass sie Abhörsicher war.
Hingegen wurde der Funksprechverkehr bundesdeutscher Dienstsstellen
an der innerdeutschen Grenze durch die bewaffneten Organe der DDR abgehört
und dienten als hervorragende Informationsquelle.
So informierten westliche Dienststellen ungewollt die östlichen Organe über
geglückte Fluchten und andere grenzrelevante Ereignisse.
Ausbau der Staasgrenze der DDR zur Bundesrepublik
Signalmittel (GSG)
Grenzsignalmittel wurden eingesetzt, um Ereignisse, z. B. das Auslösen von Alarm am Grenzsignalzaun oder durch Berührung von Stolperdrähten durch einen Fluchtling, automatisch akustisch und optisch weit hinein in die Schutzstreifen zu signalisieren. Ausserdem indizierte in der Führungsstele eine Signalanzeige das exakte Feld des Grenzabschnitts.
